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Ganz schön tödlich

libelle

Ganz schön tödlich

 

Libellen sind die effizientesten Jäger im Tierreich – dank selektiver Wahrnehmung

Von Natalie Angier

Sein furchteinflössendes Brüllen und das stolze Gehabe macht den afrikanischen Löwen zum König der Raubtiere. Doch mit etwas Glück fängt er 25 Prozent der Beute, die er jagt. Libellen hingegen wirken eher zierlich. Mit ihrem farbigen Glanz sehen sie aus wie kostümierte Edelsteine. Und sie zählen mit Schmetterlingen und Marienkäfern zur Liste jener wenigen Insekten, die Menschen mögen.

Dabei sind auch Libellen gefrässige Räuber. Und neue Forschungsergebnisse legen nahe, dass sie wohl die effizientesten Jäger im Tierreich sind. Wenn sie andere Insekten jagen, sind Libellen in der Lage, ihre Zielobjekte in mehr als 95 Prozent der Fälle zu erlegen. Oft verschlingen sie ihren Fang im Flug. «Sie zerreissen ihre Beute und vermanschen sie zu einem Klumpen», sagt Michael May, emeritierter Professor für Insektenkunde von der Rutgers University im US-Bundesstaat New Jersey. «Die Beute sieht fast aus wie eine Prise Schnupftabak, bevor sie sie verschlingen.»

In etlichen neuen Publikationen haben Wissenschaftler einige zentrale Eigenschaften der Augen, Flügel und Gehirne untersucht, die den Libellen ihre treffsichere Jagd erlauben. So fand ein Forscherteam heraus, dass das Nervensystem der Insekten demjenigen des Menschen in einem Punkt fast ebenbürtig ist: in der selektiven Wahrnehmung. Andere Forscher haben ein zentrales Netzwerk aus 16 Nervenzellen (Neuronen) identifiziert, welches das Gehirn der Libelle mit dem Zentrum des «Flugmotors» in der Brust verknüpft. Mithilfe dieses Schaltkreises kann eine Libelle ein bewegliches Ziel verfolgen, dessen Flugbahn berechnen und es an einem Punkt im Raum zielgenau treffen.

Weiter fanden Wissenschaftler Hinweise, dass eine Libelle den Angriff einfach und doch raffiniert durchführt: Wenn sie sich der «Mahlzeit» nähert, behält sie diese immer am selben Punkt im Gesichtsfeld. «Das Bild der Beute wird grösser. Aber wenn es sich immer am selben Ort der Netzhaut befindet, wird die Libelle notgedrungen auf ihr Ziel treffen», sagt Paloma Gonzalez-Bellido vom Marine Biological Laboratory in Woods Hole im US-Staat Massachusetts, Autorin von einem der Fachartikel.

Meist merkt die Beute nichts von der Gefahr – bis es zu spät ist. «Zuerst dachte ich, es handle sich um aktive Jagd, so wie ein Löwe einer Antilope nachstellt», sagt Stacey Combes von der Harvard University. «Aber es ist eher ein Angriff aus dem Hinterhalt. Die Libelle kommt von hinten unten, und die Beute weiss nicht, was sich da nähert.».

Libellen sind die Insekten mit den schärfsten Augen

Libellen sind grossartige Luftakrobaten, sie können wie Hubschrauber an Ort und Stelle schweben, rückwärts und auf dem Rücken fliegen sowie Sturzflüge absolvieren. Sie erreichen Geschwindigkeiten von rund 50 Kilometern in der Stunde, blitzschnell für einen Gliederfüssler. Im Gegensatz zu den meisten anderen Insekten sind die vier transparenten Flügel der Libellen mit separaten Muskeln am Brustkorb befestigt und können sich daher einzeln bewegen. Das verleiht den Insekten ein aussergewöhnliches Repertoire an Flugmanövern. «Eine Libelle kann einen ganzen Flügel verlieren und dennoch Beute fangen», sagt Combes.

Libellen sind auch wahre Hellseher. Sie besitzen die grössten und schärfsten Augen im Reich der Insekten: ein Paar gigantischer «Kugeln», jeweils bestehend aus rund 30 000 Facettenaugen, die zusammen fast den ganzen Kopf bedecken. «Sie haben ein Rundum-Gesichtsfeld», sagt Robert Olberg vom Union College, der in den «Proceedings of the National Academy of Sciences» über seine Forschungsresultate berichtete.

Ihre anderen Sinne sind dagegen etwas verkümmert. Libellen können nicht wirklich hören, und ihre stoppeligen kleinen Antennen taugen kaum zum Riechen oder für ein Liebesspiel, das auf Pheromonen basiert.

Für Neurowissenschaftler sind Libellen wegen ihrer Grösse besonders attraktiv. «So ist es viel einfacher, kleine Elektroden in ein einzelnes Neuron zu stechen und dessen Aktivität im Gehirn zu messen», sagt Steven Wiederman von der University of Adelaide in Australien. Wiederman und ein Kollege berichten in «Current Biology», wie Libellen ein einzelnes Ziel inmitten eines chaotischen Schwarms isolieren. Dazu arbeiteten sie mit den fünf Zentimeter langen Smaragdlibellen (Somatochlora hineana) und setzten eine Elektrode, 1500-mal dünner als ein menschliches Haar, in eine Nervenzelle ein, von der man wusste, dass sie bei der Verarbeitung visueller Reize involviert ist. Dann positionierten sie die Libellen vor einen Bildschirm und zeigten ihnen erst ein sich bewegendes virtuelles Beutetier und dann deren zwei.

Auf Reize reagieren Libellen so selektiv wie Primaten

Die Wissenschaftler erwarteten, dass das untersuchte Neuron einer Libelle so auf die zwei Zielobjekte reagieren würde, wie man es von einfachen Organismen her kennt: Mit dem Auftauchen des zweiten Ziels wird ein Teil der Aufmerksamkeit vom ersten Ziel abgezogen. Die Forscher waren daher erstaunt, dass die Libelle stattdessen auf mehrere Reize genau so reagierte, wie man es von Primaten her kennt: Sie konzentrierten sich weiterhin auf das erste Ziel und ignorierten das zweite. Wenn ihre Aufmerksamkeit auf Ziel B wechselte, dann komplett und auch wieder komplett zurück auf Ziel A – das entspricht der menschlichen Fähigkeit, aus einem Stimmengewirr gezielt die Stimme des einen und dann des anderen Gesprächspartners herauszufiltern und das Hintergrundgeplapper auszublenden.

«Das legt nahe, dass es sich um einen Prozess der selektiven Wahrnehmung handelt, wie wir ihn normalerweise mit höherer Denkleistung assoziieren», sagt Wiederman. «Hier haben wir also ein einfaches Gehirn mit weniger als einer Million Neuronen, das sich verhält wie unser Hirn mit 100 Milliarden Neuronen.»

Da überrascht es kaum, dass das US-Verteidigungsministerium die Erforschung der Libelle unterstützt. Denn für das Militär ist das Insekt vor allem eins: ein Musterbeispiel einer Präzisionsdrohne.

© «New York Times», Übersetzung: Joachim Laukenmann

Publiziert am 14.04.2013

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Parrots – Look Who’s Talking

File:Ara ararauna -eating -Wilhelma Zoo-8-2rc.jpg

Blue-and-yellow Macaw eating a walnut held by a foot

Parrots are birds of the roughly 372 species in 86 genera that make up the order Psittaciformes, found in most tropical and subtropical regions. The order is subdivided into three superfamilies: the Psittacoidea (‘true’ parrots), the Cacatuoidea (cockatoos) and the Strigopoidea (New Zealand parrots).Parrots have a generally pantropical distribution with several species inhabiting temperate regions in the Southern Hemisphere as well. The greatest diversity of parrots is found in South America and Australasia.

Jumping genes capture deep relationships between parrots and songbirds…

Figure 1 | Evolution of vocal learning in birds. [velociraptorise]

http://www.parrots.org/flyfree/

via Mission.

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Gas Gas Gas

cows methane

China’s environment has been affected in the wake of two decades of economic growth. And many farmers have been left behind in a growing gulf separating rich and poor. Now the central government hopes to reduce both rural discontent and greenhouse gas levels with one act – by getting farmers to turn animal manure into energy.

This feature documentary is produced by the United Nations International Fund for Agricultural Development.


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ONE LUCKY ELEPHANT

From IMDB: “Ten years in the making, ONE LUCKY ELEPHANT follows the poignant journey of circus producer David Balding as he tries to find a nurturing and permanent home for Flora, the 18-year-old African elephant that he rescued as an infant, raised as his “daughter” and made the star of his circus.”

Elephant Paint Jobs

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NatureTech

http://newsroom.ucla.edu/portal/ucla/artwork/8/8/7/7/2/188772/ARTSCI_film_58-prv.jpg

 

Broadcast (2006) Magic of Motion : Most animals, and even a few plants, move. They swim, walk, run or fly in a wide range of ways, and in this programme we look at how designers of planes, cars and robots have found inspiration in nature. But biomimetics is not just about copying nature, it’s about understanding the principles behind nature’s success and applying those in new and surprising ways. So exploring the world of cars and planes also gives us some startling new insights into nature as well. In this programme we find out why sharks can swim so fast, how flies and geckos can climb smooth glass and how vultures can help the next generation of airliners. We also meet robot cockroaches that might look like something from science fiction, but might be the fore-runners of the latest all terrain vehicles.
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It’s Darwin dancing at super-speed.

http://mytreetv.files.wordpress.com/2011/06/hospital-staph_600.jpg?w=300

via independent.co.uk

Johann Hari: Cheap meat, MRSA and deadly greed – The Independent

Here is a news story that could determine whether you live or die. Many of the world’s scientists are warning that one of the mightiest weapons doctors have against sickness is being rendered useless – so a few people can get richer, for a while. If they aren’t stopped soon, the World Health Organisation warns we are facing “a doomsday scenario of a world without antibiotics”. It will be a world where transplant surgery is impossible. It will be a world where a simple appendix operation will be as routinely lethal as it was in 1927, before the discovery of penicillin. It will be a world where pneumonia and TB and gonorrhea are far harder to deal with, and claim many more of us. But it’s a world that you and I don’t have to see – if we act on this warning now.

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Earthling?

http://www.sunrise-shop.com/out/pictures/1/Earthlings_p1.jpgEARTHLINGS is a feature length documentary about humanity’s absolute dependence on animals (for pets, food, clothing, entertainment, and scientific research) but also illustrates our complete disrespect for these so-called “non-human providers.” The film is narrated by Academy Award nominee Joaquin Phoenix (GLADIATOR) and features music by the critically acclaimed platinum artist Moby .

Earthlings (1h 35min)

www.earthlings.com

»Of all the films I have ever made this is the one that gets people talking the most. For every one person who sees EARTHLINGS they will tell three.«- Joaquin Phoenix

»A real testament to the quality of the film. EARTHLINGS is amazing!«- Professor Cristina Gibson UC Irvine

»Viewers will never be the same.«- Carly Harrill 944 Magazine»Monumental!!!«- Sean Karlin Greenpeace

»This is the single most powerful and informative movie about society’s treatment of animals. A must see for anyone who cares enough to know«- Woody Harrelson

http://www.mannistrash.pytalhost.com/wordpress/wp-content/uploads/earthlings-2.jpg

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