#WorldWebForum15 – Sustainability @swisscom

Anlässlich des WorldWebForums wurden die folgenden Fragen von der Medienstelle der Swisscom beantwortet.

Smartphones und Nachhaltigkeit

“Nachhaltigkeit hat bei Swisscom einen hohen Stellenwert.”

Solche Statements liest man bei praktisch allen Firmen, die Ihre Shareholder glücklich machen wollen. Ist es nicht ein Widerspruch nachhaltig und wirtschaftlich erfolgreich zu sein? 

Wirtschaftliches Wachstum und ökologische Belastung kann in unserer Branche entkoppelt werden. Obwohl z.B: die  Menge der übertragenen Daten sich alle paar Monate verdoppelt, ist es uns gelungen, den Stromverbrauch von Swisscom stabil zu halten und den CO2-Ausstoss sogar zu halbieren.

 

Kann die Swisscom in diesem globalen Geschäft überhaupt Einfluss auf die Zulieferer der Zulieferer nehmen? ( STICHWORT Coltan Mining )

  • Für Swisscom allein ist dies in der Tat schwierig. Deshalb setzen wir uns über internationale Kooperationen ein für eine fairere Lieferkette. Im Bereich der Arbeitsbedinungen ist dies JAC(Joint Audit Committee), die z.B. Entlöhnung und Arbeitszeiten bei den Herstellern. Über die Organisation GeSI adressieren wir eher die ökologischen Anliegen wie z.B. das Thema der seltenen Erden oder Mineralien aus Konfliktgebieten.
  • https://www.swisscom.ch/de/about/verantwortung/beschaffung.html

 

Können höhere Bandbreiten und Netzabdeckungen nicht unberechenbare ökologische und gesundheitliche Folgen nach sich ziehen? Stichwort: Machen Antennen Bienen wirr?  

 

  • Bezüglich des Stromverbrauchs konnten wir höhere Bandbreiten von einem höheren Verbrauch entkoppeln, siehe oben. Beim Thema Strahlung ist der Rahmen mit der Gesetzgebung gegeben. Neue Technologien wie 4G können mit weniger Energieverbrauch und Strahlung wesentlich mehr Daten übertragen, so dass auch heute mit 4G die Grenzwerte immer eingehalten werden.

 

Wenn neue Medikamente eingeführt werden, gibt es umfangreiche Langezeit-Tests. Wie können Sie die Folgen von elektromagnetischen Feldern in Wohngebieten auf Mensch und Tier abschätzen? 

  • Wir verfolgen die Forschung zu elektromagnetischen Feldern genau. Bis heute konnte keine schädlichen Auswirkungen von elektromagnetischen Feldern innerhalb der Grenzwerte auf Mensch und Tier nachgewiesen werden. Die Schweiz hat zudem im Bereich des Mobilfunks zehnmal schärfere Grenzwerte als das umliegende Ausland.
  • Studien haben gezeigt, dass die elektromagnetische Strahlung im Alltag zum grössten Teil durch den Gebrauch des eigenen Handies oder des eigenen WLAN-Routers entsteht. Obwohl keine negativen Auswirkungen nachgewiesen werden konten, unterstützen und sensiblisieren wir für z.B. den Einsatz  von Headsets für häufigen Handygesprächen und geben die Möglichkeit, Ausschaltzeiten von WLAN-Router zu programmieren.

 

Sehen sie sich resp. Ihren Arbeitgeber in der Pflicht? Oder eher nicht? 

  • Wir nehmen das Thema ernst und verfolgen deshalb die Forschung genau und setzten technische Möglichkeiten um, die nach Bedarf helfen, elektromagnetische Strahlung zu reduzieren.

 

Was hat die höhere Priorität? Netzabdeckung oder die langfristige Gesundheit von Mensch und Tier? Gibt es z.B. Studien über den Einfluss von WLAN-Signalen auf die Gesundheit?

  • Die Gesundheit von Mensch und Tier ist uns ein Anliegen. Eine gute Netzabdeckung ist für die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz ebenfalls wichtig wie Studien belegen. Zudem ist es ein Wunsch der Kunden, also einem grossen Teil der Schweizer Bevölkerung.

 

Eine Frage zur Auflockerung: Wie trinken Sie Ihren Orangensaft? ;-) 

Und wie fühlen Sie sich, wenn Carlos Leal den Saft mit seinem CableCom-Strohhalm einfach immer schneller trinken kann? 

 

Ist die Energie-Effizienz-Berechnung auf Seite 81 des Geschäftsberichtes 2014 korrekt? Das neue Gebäude in Ittigen wurde zwar im Minergiestandard gebaut… Aber es wurde gebaut. D.h. es entsteht doch auch CO2 beim Bauen? Wie kann es also in einem Jahr, in dem intensiv gebaut wurde, 10.3% weniger CO2 Emissionen geben? 

  • Bei der Senkung der CO2-Emissionen um rund 10% handelt es sich um die direkten Emissionen aus Betrieb von Gebäuden und Fahrzeugen.  Diese sogenannten Scope 1-Emissionen werden in der Umweltberichterstattung generell an erster Stelle genannt.

 

Müsste dies nicht in die Berechnung einfliessen? 

  • Wir dehnen den Scope unserer CO2-Berechnungen laufend aus und gehen soweit, dass wir z.B. Pendlerfahrten, Geschäftsreisen, Stromverbrauch und sogar die Lieferkette berücksichtigen. In diesem Bereich sind wir weltweit eines der Unternehmen, die den Verantwortungsbereich für verursachte CO2-Emissionen am meisten wahrnehmen. Besonders die Lieferkette ist ein Aspekt, den nur ganz wenige Unternehmen bilanzieren.
    Die Bautätigkeiten sind integriert im Bereich der Lieferkette mit einem Faktor für die Erneuerung der Gebäude und der Fläche, die wir belegen. Das Bauprojekt Ittigen wurde als einzelnes nicht im Details analysiert, sollte aber die Emissionen aus der Lieferkette nicht wesentlich erhöhen.
  • Wir haben uns das Ziel gesetzt, durch die Nutzung unserer Dienste doppelt soviel CO2 einzusparen, wie wir selber verursachen. Diese Möglichkeit steht nur wenigen Branchen offen wie z.B. der Solarbranche.
  • http://report.swisscom.ch/de/nachhaltigkeitsbericht/nachhaltigkeitsbericht/energieeffizienz-und-klimaschutz/co2-bilanz-nach-scope-1-2-und-3-des-greenhouse-gas-protocol-ghg

 

Ist nicht 100%ige Transparenz eine Voraussetzung für ein nachhaltiges Supply-Chain-Management? (Siehe www.Respect-Code.org ) Wäre eine öffentliche Rückverfolgbarkeit auch für Mobiltelefone denkbar und sinnvoll?

  • Mehr Transparenz in der Lieferkette ist sicher sinnvoll und führt zu höheren ethischen und ökologischen Standards. Mit unseren internationalen Engagements in der Lieferkette (siehe oben) setzen wir uns dafür ein.
  • Mit den Umweltpunkten legen wir seit einigen Jahren die Umweltbilanz von Mobiltelefonen offen.
  • Im Bereich der Mobiltelefone prüfen wir zurzeit eine Bewertung, die über die Umweltpunkte hinausgehen und auch die Herstellungsbedingungen beinhalten.
  • https://www.swisscom.ch/de/privatkunden/mehr/swisscom-shops/umweltpunkte.html

 

Welche Frage würden Sie in einem Interview gerne gestellt bekommen? Jetzt haben Sie die Gelegenheit diese zu beantworten. 

  • Welche Schweizer Unternehmen nehmen ihre Verantwortung im Bereich Nachhaltigkeit so umfassend war? Internationale Ratings geben uns immer wieder beste Feedbacks und wir sind in den wichtigsten Nachhaltigkeits-Fonds vertreten. Es wäre schön, wenn unsere umfassenden Bemühungen bekannter gemacht würden.

 

Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen.

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