Kultur verteidigen! – Verteidigungskultur?

Ein Gedankenexperiment

von @mytreetv

Als heute die Kulturbotschaft vom Nationalrat angenommen wurde, hat sich die Frage aufgedrängt in welchem Verhältnis diese Ausgaben zum Gesamt-Staats-Budget der Schweiz stehen. Hier ein paar Zahlen vom Bundesamt für Statistik aus den Jahren 2005 bis 2013:

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“in Mio. Franken zu laufenden Preisen… “

Viele Menschen haben Mühe mit grossen Zahlen und langen Reihen mit Nullen. So stellt sich zunächst die Frage, wieviel ist denn eine Milliarde CHF? Das Wort Milliarde ist das Zahlwort für die Zahl 1.000.000.000 = 109. Eine Milliarde ist gleich tausend Millionen… Um die Staats-Ausgabenentwicklung zu verbildlichen wurden ein paar “Sparklines” eingefügt. Diese zeigen den Trend auf einen Blick: So ziemlich überall gibt es eine mehr oder weniger steile Zunahme der Ausgaben. Wie man auch sieht waren die Verteidigungsausgaben von 2005 bis 2013 höher als die Ausgaben für Freizeit, Sport, Kultur und Religion:

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Zahlen von 2013 Quelle: Bundesamt für Statistik

 

Die verhältnismässige Gewichtung wird anhand der Ausgaben offensichtlich. Freizeitgestaltung, Sport, Kultur und Religion sind den Schweizern weniger wert als die Verteidigung. Sollte dieses Verhältnis nicht eher umgekehrt sein?  Es könnte hier den Einwand geben, dass eben Verteidigung teurer ist und es darum mehr Ausgaben braucht. Aber auch im Kulturbereich können neue teure Technologien zum Einsatz kommen, welche ebenfalls teuer und aufwändig sind…

Kommen wir nun also zum Gedankenexperiment:

Was wäre wenn das gesamte Verteidigungsbudget in Kultur investiert werden würde?

Man könnte dies dann auch eine neue Verteidigungskultur nennen. Unter der Annahme dass die Schweizer Film-, Musik- und Theater-Industrie wirklich genügend Mittel zur Verfügung hätte, würden diverse neue Stellen geschaffen, die für die Angestellten jeden Tag inspirierend wären und es somit indirekt die Kosten im Gesundheitswesen senken würde. Man müsste sich noch überlegen, was man mit all den Militärheinis machen kann, damit diese auch ein Beschäftigung haben. Statisten braucht es ja immer Mal wieder im Film sowie im Theater …😉

Was ist Deine Meinung?

War das heute eher ein Krümel auf der Budget-Torte oder wird sich tatsächlich etwas ändern?

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